Was steckt hinter der Abkürzung?
Der Gedanke hinter OER ist, Materialien nicht nur anschauen zu können, sondern sie unter den vorgesehenen Bedingungen auch weiterzuverwenden, zu bearbeiten und zu teilen. Dazu zählen beispielsweise Arbeitsblätter, Lehrbücher oder Lernvideos. Entscheidend ist die rechtliche Erlaubnis zur Nutzung. Das Material muss deshalb nicht ausschließlich digital vorliegen.
Beispiele für die Verwendung
Eine Lehrkraft findet ein Arbeitsblatt unter einer offenen Lizenz, die Bearbeitungen erlaubt. Sie passt die Aufgaben an ihre Lerngruppe an und nennt die vorgeschriebenen Quellen- und Lizenzangaben. So kann das Blatt als OER weitergenutzt werden, statt jedes Mal neu erstellt zu werden.
Weitere Bedeutungen & Kontexte
Kostenlos zugänglich bedeutet nicht automatisch offen lizenziert. Eine frei lesbare Datei kann weiterhin nur eingeschränkt genutzt werden dürfen. Die konkrete Lizenz bestimmt etwa Namensnennung und Bedingungen für die Weitergabe bearbeiteter Fassungen. OER ist zudem kein automatisches Qualitätssiegel: Fachliche Richtigkeit, Verständlichkeit und Eignung für die Zielgruppe müssen weiterhin beurteilt werden.