Was steckt hinter der Abkürzung?

Der Gedanke hinter OER ist, Materialien nicht nur anschauen zu können, sondern sie unter den vorgesehenen Bedingungen auch weiterzuverwenden, zu bearbeiten und zu teilen. Dazu zählen beispielsweise Arbeitsblätter, Lehrbücher oder Lernvideos. Entscheidend ist die rechtliche Erlaubnis zur Nutzung. Das Material muss deshalb nicht ausschließlich digital vorliegen.

Beispiele für die Verwendung

Eine Lehrkraft findet ein Arbeitsblatt unter einer offenen Lizenz, die Bearbeitungen erlaubt. Sie passt die Aufgaben an ihre Lerngruppe an und nennt die vorgeschriebenen Quellen- und Lizenzangaben. So kann das Blatt als OER weitergenutzt werden, statt jedes Mal neu erstellt zu werden.

Weitere Bedeutungen & Kontexte

Kostenlos zugänglich bedeutet nicht automatisch offen lizenziert. Eine frei lesbare Datei kann weiterhin nur eingeschränkt genutzt werden dürfen. Die konkrete Lizenz bestimmt etwa Namensnennung und Bedingungen für die Weitergabe bearbeiteter Fassungen. OER ist zudem kein automatisches Qualitätssiegel: Fachliche Richtigkeit, Verständlichkeit und Eignung für die Zielgruppe müssen weiterhin beurteilt werden.

Häufige Fragen

Darf ich jede kostenlose Unterrichtsdatei verändern?
Nein. Kostenloser Zugriff allein erlaubt keine Bearbeitung oder Weiterverbreitung. Dafür müssen die Rechte beziehungsweise die Lizenz geprüft werden.
Können gedruckte Materialien OER sein?
Ja. Maßgeblich sind die eingeräumten Nutzungsrechte und nicht allein das Dateiformat oder der Vertriebsweg. Eine bearbeitbare Vorlage erleichtert allerdings viele Nachnutzungen.