Kurz erklärt

Kühlt Luft unter diesen Punkt ab, kann Wasserdampf zu flüssigem Wasser kondensieren. Der Taupunkt hängt deshalb vom vorhandenen Wasserdampf ab und ist keine überall gleiche Temperatur. Er hilft zu verstehen, warum sich an kalten Oberflächen Feuchtigkeit bilden kann, obwohl die übrige Raumluft noch deutlich wärmer ist.

Typische Alltagssituationen

Du stellst ein kaltes Getränk in einen warmen Raum. An der Außenseite des Glases entstehen Tropfen, wenn die angrenzende Luft an der Oberfläche ausreichend abkühlt. Das Wasser stammt dabei aus der umgebenden Luft und ist nicht durch die Glaswand nach außen gelangt.

Worauf du achten solltest

Der Taupunkt ist nicht mit der relativen Luftfeuchtigkeit gleichzusetzen. Diese ist eine Prozentangabe und ändert sich bei gleicher Wasserdampfmenge mit der Temperatur. Für Kondensation an einer Wand kommt es auf die örtliche Oberflächentemperatur an, nicht nur auf die Raumtemperatur. Einzelne Messwerte erklären daher nicht automatisch sämtliche Ursachen einer feuchten Stelle.

Häufige Fragen

Ist der Taupunkt immer null Grad?
Nein. Er kann je nach Wasserdampfgehalt und Druck unterschiedlich hoch liegen. Null Grad beschreibt eine andere bekannte Temperaturgrenze für Wasser.
Warum beschlägt ein kaltes Glas außen?
Die Luft direkt am Glas kann unter ihren Taupunkt abkühlen. Ein Teil ihres Wasserdampfs kondensiert dann an der Oberfläche zu Tropfen.