Technische Erklärung

Das sendende System ruft eine hinterlegte Empfangsadresse auf und übermittelt Informationen über das Ereignis, häufig als HTTP-Anfrage. Das empfangende System kann darauf reagieren. Dadurch muss es nicht ständig nachfragen, ob sich etwas geändert hat. Welche Ereignisse verfügbar sind und welche Daten übertragen werden, bestimmt die jeweilige Schnittstelle.

Einsatz & Beispiele

Ein Ticketsystem sendet einen Webhook, sobald ein neuer Vorgang angelegt wird. Eine interne Anwendung empfängt die Nachricht und ergänzt eine Aufgabenübersicht. Sie verarbeitet das konkrete Ereignis, statt regelmäßig sämtliche Tickets nach neuen Einträgen zu durchsuchen.

Sicherheit & Besonderheiten

Zustellung und Verarbeitung können scheitern oder wiederholt werden. Empfänger sollten deshalb zur jeweiligen Schnittstelle passende Prüfungen und einen sinnvollen Umgang mit doppelten Nachrichten besitzen. Auch die Herkunft muss überprüfbar sein. Eine bekannte Empfangsadresse allein ist kein verlässlicher Nachweis, dass jede eintreffende Nachricht vom erwarteten Dienst stammt.

Häufige Fragen

Ist ein Webhook dasselbe wie regelmäßiges Abfragen?
Nein. Beim regelmäßigen Abfragen fragt der Empfänger aktiv nach dem aktuellen Stand. Beim Webhook stößt der Sender die Nachricht aufgrund eines Ereignisses an.
Garantiert ein Webhook genau eine Verarbeitung?
Nicht allgemein. Manche Anbieter wiederholen Zustellversuche. Die konkrete Schnittstelle und die Verarbeitung des Empfängers bestimmen, wie mit Ausfällen oder Wiederholungen umgegangen wird.