Technische Erklärung

Eine Hashfunktion verarbeitet Daten nach einem festgelegten Verfahren. Viele verbreitete Verfahren liefern Ergebnisse mit einer bestimmten Länge; SHA-256 beispielsweise erzeugt 256 Bit. Dieselben Eingabedaten ergeben beim selben Verfahren immer denselben Hashwert. Kryptografische Hashfunktionen sollen zusätzlich bestimmte Angriffe, etwa das gezielte Finden passender oder kollidierender Eingaben, praktisch erschweren.

Einsatz & Beispiele

Ein Softwareanbieter veröffentlicht zu einem Download einen SHA-256-Wert. Du berechnest nach dem Herunterladen den Wert deiner Datei und vergleichst ihn mit dieser Angabe. Stimmen die Werte nicht überein, sind die verglichenen Daten verschieden oder es wurde nicht dasselbe Verfahren angewendet.

Sicherheit & Besonderheiten

Ein Hash ist keine Verschlüsselung, aus der sich die ursprüngliche Datei mit einem Schlüssel zurückgewinnen lässt. Unterschiedliche Eingaben können grundsätzlich denselben Wert haben; das nennt man Kollision. Außerdem beweist ein passender Hash allein keine vertrauenswürdige Herkunft, wenn Datei und Vergleichswert von derselben manipulierten Quelle stammen. Der Zweck und das Verfahren müssen zusammenpassen.

Häufige Fragen

Ist ein Hashwert eine eindeutige Dateinummer?
Er wird oft wie ein digitaler Fingerabdruck genutzt. Mathematisch ist eine Kollision aber möglich; seine Verlässlichkeit hängt vom Verfahren und der Anwendung ab.
Ändert sich der Hash, wenn ich eine Datei umbenenne?
Ein Hash des Dateiinhalts bleibt bei bloßer Umbenennung gleich, sofern sich die gehashten Daten selbst nicht ändern. Ein Werkzeug kann allerdings auch zusätzliche Angaben einbeziehen.