Technische Erklärung

In Netzwerken kann mit Latenz eine einfache Übertragungsstrecke oder eine gemessene Hin- und Rücklaufzeit gemeint sein. Deshalb muss klar sein, zwischen welchen Punkten gemessen wird. Häufig werden Millisekunden angegeben. Neben der Strecke beeinflussen unter anderem Verarbeitung, Warteschlangen und weitere Stationen die Verzögerung.

Einsatz & Beispiele

Bei einem Videogespräch kommt die Antwort merklich verspätet, obwohl das Bild scharf ist. Dafür kann eine hohe Gesamtverzögerung verantwortlich sein. Diese umfasst nicht nur das Netzwerk, sondern gegebenenfalls auch Aufnahme, Kodierung und Wiedergabe. Eine einzelne Netzwerkmessung beschreibt daher nicht den gesamten Ablauf.

Sicherheit & Besonderheiten

Latenz ist nicht dasselbe wie Datenrate. Eine Verbindung kann viele Daten pro Sekunde übertragen und trotzdem auf einzelne Anfragen relativ spät reagieren. Auch nennt eine Ping-Messung normalerweise eine Hin- und Rücklaufzeit und nicht direkt nur die Dauer einer Richtung. Schwankende Verzögerungen werden gesondert als Jitter betrachtet; ein einzelner Mittelwert verdeckt solche Unterschiede.

Häufige Fragen

Bedeutet mehr Bandbreite automatisch weniger Latenz?
Nein. Eine höhere Datenrate kann Engpässe verringern, verkürzt aber nicht automatisch jede Strecke oder Verarbeitungszeit. Beides sind unterschiedliche Eigenschaften.
Was sind 50 Millisekunden?
Das sind 0,05 Sekunden. Wie relevant diese Verzögerung ist, hängt von der Anwendung und davon ab, welcher Abschnitt damit gemessen wurde.