Der Unterschied im Überblick

Schmelzen ist ein Übergang zwischen festem und flüssigem Zustand. Beim Lösen entsteht dagegen eine Lösung aus mehreren Stoffen. Teilchen des gelösten Stoffs werden im Lösungsmittel verteilt. Die dafür günstigen Bedingungen hängen von den beteiligten Stoffen ab. Wärme kann beide Vorgänge beeinflussen, macht sie aber nicht zu demselben Prozess.

Beispiele für X und Y

Ein Eiswürfel wird in einem leeren Glas bei ausreichender Wärmezufuhr zu flüssigem Wasser: Er schmilzt. Gibst du Zucker in Wasser und rührst, kann er sich darin lösen. Der Zucker wird dabei nicht zu flüssigem Zucker, sondern verteilt sich im Wasser.

Typische Missverständnisse

Ein scheinbares Verschwinden ist kein sicherer Hinweis auf Schmelzen. Auch beim Lösen bleiben die beteiligten Stoffe grundsätzlich materiell vorhanden. Nicht jeder Stoff löst sich beliebig gut in jedem Lösungsmittel. Bei manchen Systemen treten zusätzlich chemische Reaktionen auf; die konkrete Stoffkombination muss deshalb berücksichtigt werden.

Häufige Fragen

Braucht Schmelzen immer ein Lösungsmittel?
Nein. Ein reiner Stoff kann durch ausreichende Energiezufuhr vom festen in den flüssigen Zustand übergehen, ohne sich in einem anderen Stoff zu lösen.
Löst sich ein Stoff in warmem Wasser immer besser?
Nein. Der Einfluss der Temperatur hängt vom Stoffsystem ab. Eine allgemeine Regel für sämtliche Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase wäre falsch.