Bedeutung kurz erklärt
Beim oberirdischen Einzugsgebiet bestimmen vor allem die Geländeformen, wohin Wasser abfließt. Seine Grenze wird als Wasserscheide bezeichnet. Ein großer Fluss besitzt ein Einzugsgebiet, in dem auch die Gebiete seiner Nebenflüsse liegen. Wichtig ist der gewählte Bezugspunkt: Oberhalb und unterhalb einer Einmündung ergeben sich unterschiedliche Flächen.
Beispiele aus Alltag & Umwelt
Regen fällt auf zwei Seiten eines Höhenzugs. Auf der einen Seite fließt das Wasser über Bäche zu einem Fluss, auf der anderen zu einem anderen. Obwohl die Orte nah beieinanderliegen, können sie unterschiedlichen Einzugsgebieten angehören. Umgekehrt kann ein weit entfernter Nebenfluss zum selben großen Gebiet gehören.
Abgrenzung & Hinweise
Einzugsgebietsgrenzen folgen nicht automatisch Gemeinde- oder Staatsgrenzen. Unterirdische Wasserwege können außerdem von den oberirdischen Grenzen abweichen, besonders bei bestimmten geologischen Verhältnissen. Nicht jeder Regentropfen erreicht den betrachteten Fluss, weil Wasser unter anderem verdunstet oder gespeichert wird. Das Einzugsgebiet beschreibt die räumliche Zuordnung, nicht eine vollständige sofortige Weiterleitung sämtlichen Niederschlags.