Bedeutung kurz erklärt
Dieser Bereich des Langzeitgedächtnisses betrifft eingeübtes Können. Eine Fertigkeit lässt sich ausführen, ohne dass jede Einzelbewegung bewusst beschrieben werden muss. Wissen über die Regeln einer Handlung und die Fähigkeit, sie flüssig auszuführen, können deshalb auseinanderfallen. An komplexen Tätigkeiten wirken allerdings meist mehrere Gedächtnis- und Verarbeitungsprozesse gemeinsam mit.
Beispiele aus dem Alltag
Nach viel Übung kannst du beim Stricken eine vertraute Maschenfolge ausführen, ohne jeden Fingergriff sprachlich zu planen. Sollst du den Ablauf einer anderen Person erklären, musst du die gewohnten Bewegungen möglicherweise erst bewusst zerlegen. Können und Erklären stellen unterschiedliche Anforderungen.
Abgrenzung & Hinweise
Prozedurales Gedächtnis ist nicht dasselbe wie eine bloße Wiederholung oder die Gewöhnung an ein Geräusch. Es betrifft gespeicherte Fertigkeiten. Auch automatisiertes Können ist nicht unveränderlich oder fehlerfrei. Neue Aufgaben, ungewohnte Bedingungen und fehlende Übung können die Ausführung beeinflussen. Der Begriff bezeichnet außerdem nicht einen einzelnen, isolierten Speicherort für jede Bewegung.