Bedeutung kurz erklärt
Das Sehsystem nutzt dafür verschiedene Hinweise. Die leicht unterschiedlichen Ansichten beider Augen liefern räumliche Information. Andere Hinweise stehen bereits mit einem Auge zur Verfügung, etwa Überdeckung, Perspektive oder Größenverhältnisse. Aus diesen Anhaltspunkten entsteht ein räumlicher Eindruck, obwohl die Abbildung auf jeder Netzhaut zunächst zweidimensional ist.
Beispiele aus dem Alltag
Auf einem Foto verdeckt ein Blumentopf einen Teil einer Schale. Dadurch erscheint der Topf vor der Schale. In einer Zeichnung können zusammenlaufende Linien einen Weg räumlich tief wirken lassen. Für beide Eindrücke braucht das Bild selbst keinen tatsächlich dreidimensionalen Aufbau.
Abgrenzung & Hinweise
Räumliches Sehen beruht deshalb nicht ausschließlich auf zwei Augen. Die verschiedenen Hinweise können einander ergänzen oder widersprechen. Bilder und optische Täuschungen zeigen, dass ein überzeugender Tiefeneindruck nicht immer die tatsächlichen Abstände wiedergibt. Auch lässt sich die genaue Entfernung eines unbekannten Gegenstands aus seiner scheinbaren Größe allein nicht sicher bestimmen.