Bedeutung kurz erklärt

Benötigt ein Produkt weniger Energie oder Material für dieselbe Leistung, kann seine Nutzung günstiger werden. Daraufhin wird es möglicherweise häufiger oder intensiver genutzt. Das ist ein direkter Rebound. Wird eingespartes Geld für andere ressourcenverbrauchende Aktivitäten ausgegeben, spricht man von einem indirekten Rebound. Entscheidend ist der Zusammenhang zwischen Effizienzverbesserung und zusätzlicher Nachfrage.

Beispiele aus Alltag & Umwelt

Eine neue Beleuchtung benötigt für dieselbe Helligkeit weniger Strom. Weil ihr Betrieb nun günstig erscheint, bleibt sie täglich länger eingeschaltet. Gegenüber unveränderten Nutzungszeiten fällt die tatsächliche Einsparung deshalb kleiner aus. Wie viel Strom insgesamt gespart wird, hängt sowohl vom Verbrauch pro Stunde als auch von der Einschaltzeit ab.

Abgrenzung & Hinweise

Nicht jeder steigende Verbrauch nach einer technischen Verbesserung ist ein Rebound-Effekt. Er könnte beispielsweise durch zusätzliche Nutzer entstehen, ohne von der Effizienzsteigerung verursacht zu sein. Der Begriff bedeutet auch nicht, dass effizientere Technik grundsätzlich nutzlos ist. Er zeigt, warum technische Möglichkeiten und tatsächliche Verbrauchsentwicklung getrennt betrachtet werden sollten.

Häufige Fragen

Werden durch Rebound immer alle Einsparungen aufgehoben?
Nein. Ein Rebound kann unterschiedlich groß ausfallen. Häufig wird nur ein Teil der technisch möglichen Einsparung aufgezehrt; der Umfang ist situationsabhängig.
Wie lässt sich Rebound beim eigenen Verbrauch begrenzen?
Betrachte neben der Effizienz auch den Gesamtverbrauch. Ein sparsames Gerät spart mehr, wenn seine Nutzung nicht allein wegen geringerer Betriebskosten ausgeweitet wird.