Bedeutung kurz erklärt

Die Definition der UN-Konvention umfasst trockene, halbtrockene und bestimmte wechselfeuchte Trockengebiete. Klimatische Schwankungen und menschliche Aktivitäten können zusammenwirken. Beispiele für beteiligte Prozesse sind Bodenerosion, Verlust von Vegetation oder eine Verschlechterung von Bodeneigenschaften. Der Begriff beschreibt eine Entwicklung in solchen Räumen und nicht einfach jede trockene Landschaft.

Beispiele aus Alltag & Umwelt

Eine Weidefläche in einem trockenen Gebiet verliert durch ungünstige Nutzung und wiederholte Trockenphasen ihre Vegetationsdecke. Wind und Wasser tragen zunehmend ungeschützten Boden ab. Sinkt dadurch dauerhaft ihre Leistungsfähigkeit, kann das Teil von Desertifikation sein, auch wenn keine Sanddünen entstehen.

Abgrenzung & Hinweise

Desertifikation ist nicht bloß das Vorrücken einer bestehenden Wüste. Trockengebiete können vielfältige und produktive Ökosysteme besitzen. Auch Dürre ist ein anderer Begriff: Sie beschreibt eine zeitweise ungewöhnlich geringe Wasserverfügbarkeit, während Landdegradation längerfristige Veränderungen der Fläche betrifft. Nicht jede einzelne Trockenperiode ist bereits Desertifikation.

Häufige Fragen

Muss am Ende eine Sandwüste entstehen?
Nein. Der Verlust von Produktivität oder Bodenfunktionen kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Das Bild einer wandernden Sandgrenze greift zu kurz.
Kann Landdegradation auch außerhalb von Trockengebieten auftreten?
Ja. Desertifikation bezeichnet den entsprechenden geografischen Zusammenhang. Der allgemeinere Begriff Landdegradation ist nicht auf diese Gebiete beschränkt.