Bedeutung kurz erklärt

Wälder, Böden und andere Systeme können unter passenden Bedingungen als Senken wirken. Pflanzen nehmen beispielsweise Kohlendioxid auf und bauen dessen Kohlenstoff in Biomasse ein. Gleichzeitig wird durch Atmung, Zersetzung und andere Prozesse Kohlenstoff wieder freigesetzt. Für die Senkenwirkung zählt die Bilanz aus Aufnahme und Abgabe innerhalb klar festgelegter räumlicher und zeitlicher Grenzen.

Beispiele aus Alltag & Umwelt

In einem wachsenden Wald nimmt die gespeicherte Kohlenstoffmenge über mehrere Jahre zu. In diesem Zeitraum wirkt er als Senke. Geht später durch einen Brand oder starke Zersetzung mehr Kohlenstoff verloren, als neu aufgenommen wird, kann derselbe Wald zeitweise zur Quelle werden.

Abgrenzung & Hinweise

Ein Kohlenstoffspeicher enthält Kohlenstoff; eine Senke beschreibt dagegen dessen Nettoaufnahme. Ein großer Speicher muss deshalb nicht gerade eine große Senke sein. Auch ist Speicherung nicht automatisch dauerhaft gesichert. Wie lange Kohlenstoff gebunden bleibt und ob an anderer Stelle zusätzliche Emissionen entstehen, ist für die Bewertung einer Klimaschutzmaßnahme wichtig.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Senke und Quelle?
Eine Senke nimmt im betrachteten Zeitraum netto Kohlenstoff auf. Eine Quelle gibt netto Kohlenstoff ab. Dasselbe System kann seine Rolle über die Zeit ändern.
Bedeutet ein großer Kohlenstoffvorrat automatisch große zusätzliche Aufnahme?
Nein. Ein Vorrat ist eine gespeicherte Menge. Die zusätzliche Aufnahme beschreibt dagegen eine Veränderung pro Zeitraum. Beide Größen müssen getrennt betrachtet werden.