Bedeutung kurz erklärt

Ein Reiz, der eine bestimmte Reaktion bereits hervorruft, wird mit einem anderen Reiz verbunden. Wird dieser Zusammenhang gelernt, kann später auch der zuvor neutrale Reiz eine Reaktion auslösen. Bekannt wurde dieses Prinzip durch die Untersuchungen von Iwan Pawlow. Entscheidend ist nicht bloß, dass etwas häufig vorkommt, sondern welcher Zusammenhang zwischen den Ereignissen gelernt wird.

Beispiele aus dem Alltag

Ein bestimmtes Geräusch kündigt bei einem Tier wiederholt die Fütterung an. Anfangs reagiert es auf das Futter. Nach entsprechenden Erfahrungen kann bereits das Geräusch eine Reaktion wie Speichelfluss auslösen. Das Geräusch hat dabei eine Signalwirkung erhalten.

Abgrenzung & Hinweise

Bei der operanten Konditionierung beeinflussen die Folgen einer Handlung deren spätere Häufigkeit. Klassische Konditionierung beschreibt dagegen die gelernte Beziehung zwischen Reizen. Beide Lernformen können in Alltagssituationen zusammenwirken. Auch muss eine gelernte Reaktion nicht identisch mit der ursprünglichen sein oder in jeder Situation gleich stark auftreten.

Häufige Fragen

Was bedeutet konditionierter Reiz?
Das ist ein Reiz, der durch Lernen eine Signalwirkung bekommen hat und nun eine gelernte Reaktion auslösen kann.
Muss die Verknüpfung für immer bestehen bleiben?
Nein. Neue Erfahrungen und veränderte Zusammenhänge können die Reaktion verändern. Wird ein Signal wiederholt ohne das erwartete Ereignis erlebt, kann die Reaktion schwächer werden.