Bedeutung kurz erklärt

Dazu gehört beispielsweise zu bemerken, dass man einen Text noch nicht verstanden hat, eine passende Lernstrategie auszuwählen und deren Wirkung zu überprüfen. Anschaulich lässt sich Metakognition als Nachdenken über das eigene Denken beschreiben. Sie betrifft sowohl Wissen über die eigenen Vorgehensweisen als auch die Beobachtung und Regulation während einer Aufgabe.

Beispiele aus dem Alltag

Du liest eine Erklärung und stellst beim Versuch, sie in eigenen Worten wiederzugeben, eine Lücke fest. Deshalb suchst du ein Beispiel, arbeitest den schwierigen Abschnitt erneut durch und prüfst anschließend, ob du ihn jetzt erklären kannst.

Abgrenzung & Hinweise

Über das eigene Denken nachzudenken bedeutet nicht, es immer richtig einzuschätzen. Ein Gefühl großer Sicherheit kann von tatsächlichem Verständnis abweichen. Im Unterschied zum Arbeitsgedächtnis bezeichnet Metakognition keinen kurzfristigen Informationsspeicher. Es geht darum, wie wir unsere Verarbeitung beurteilen und steuern. Eine überprüfbare Aufgabe liefert dafür oft mehr Hinweise als Vertrautheit beim bloßen Wiederlesen.

Häufige Fragen

Ist Metakognition dasselbe wie Intelligenz?
Nein. Der Begriff beschreibt das Beobachten und Steuern eigener Denkprozesse. Er ist keine allgemeine Bezeichnung für sämtliche geistigen Fähigkeiten.
Wie kann ich prüfen, ob ich etwas verstanden habe?
Versuche, die Aussage ohne Vorlage zu erklären oder auf ein neues Beispiel anzuwenden. Vergleiche das Ergebnis anschließend mit einer verlässlichen Lösung oder Rückmeldung.